Diagnostics Systems Applications

OTX

OTX (Open Test sequence eXchange, ISO 13209) ist ein internationaler Standard für die formale Beschreibung von Diagnose- und Prüfablaufen in der Automobilindustrie. Er ergänzt damit das ODX-Format, das zum Austausch von Diagnosedaten verwendet wird.

Das OTX-Format ist für die Bereiche Entwicklung, Produktion und Service relevant, indem es den Austausch von Diagnoseabläufen zwischen Prozesspartnern mit unterschiedlichen Plattformen und Diagnosetestern ermöglicht. Dadurch können Abläufe einfach wiederverwendet und bei Bedarf erweitert werden.

Mit der Ablaufsprache OTX können Diagnosesequenzen sowohl auf Spezifikationsniveau dargestellt werden und gleichzeitig genügend Implementationsdetails beinhalten, sodass sie auch ausgeführt werden können. Außerdem unterstützt OTX direkt das Variantenmanagement, wodurch die Anpassung der Abläufe an beispielsweise verschiedene Varianten eines Fahrzeugmodells wesentlich vereinfacht wird.

Der OTX-Standard besteht aus drei Teilen:

  • ISO 13209-1 beschreibt die Motivation und Anwendungsfälle
  • ISO 13209-2 definiert den Sprachkern, welcher alle Sprachelemente inkl. Prozedurdeklarationen, Steuerungsstrukturen, Erweiterungsmöglichkeiten und Fehlerbehandlung beinhaltet. Der Sprachkern ist generisch gehalten und dadurch auch für Einsatzgebiete außerhalb der Automobilindustrie geeignet.
  • ISO 13209-3 bestimmt die standardisierten Erweiterungen (OTX Interface Definitions). Diese stellen jeweils neue Befehle und Datentypen zur Verfügung, die z. B. für die Diagnosekommunikation mit den Fahrzeugsteuergeräten, für die Messwertebehandlung oder für die Interaktion mit dem Benutzer zugeschnitten sind.

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