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24.01.2013

Mit PRODIS.MCD ist der DSA Systembaukasten DoIP-ready

Mit den neuen Produktversionen für Produktions- und Aftersales-Systeme hat DSA das neue Jahr mit einem wichtigen Schritt in Richtung der Diagnose der Zukunft begonnen. Mit der Kompatibilität zu neuen Standards ist die Tür zur Diagnose des IP-vernetzten Fahrzeugs aufgestoßen worden. Dem MVCI-Server PRODIS.MCD kommt dabei eine Schlüsselfunktion zu, ist er doch das Bindeglied zwischen der Diagnoseanwendung und den elektronischen Systemen im Fahrzeug.

Nachdem der offizielle MCD-3D/MVCI Server-Standard in der Version 2.2.0 (ISO 22900-3) aufgrund mangelnder Abwärtskompatibilität auf Betreiben von DSA zurückgezogen wurde und es damit für ca. zwei Jahre keinen verabschiedeten ISO-Standard gab, ist Ende Dezember die Version 3.0.0 als ISO 22900-3 veröffentlicht worden. Diese Version des Standards ist jetzt auch kompatibel mit ODX Version 2.2.0 (ISO 22901-1) und unterstützt das neue Diagnoseprotokoll DoIP (Diagnostics over IP, ISO 13400). Bei der Entwicklung des Standards war DSA maßgebend beteiligt.

PRODIS.MCD hat sich über viele Jahre im produktiven Einsatz bewährt und bildet bei zahlreichen Kunden die Kernkomponente für die standardisierte Fahrzeugdiagnose. Mit Release 3.1.0 bietet PRODIS.MCD den vollständigen DoIP-Support. Mit diesem neuen Diagnoseprotokoll hält die Internet-Technologie Einzug in das Fahrzeug. Der Tester kommuniziert über eine 10/100 MBit Ethernet-Verbindung und TCP/IP- oder UDP/IP-Protokoll mit im Fahrzeug befindlichen Steuergeräten. Die sehr viel höhere Bandbreite von Ethernet im Vergleich beispielsweise zum CAN-Bus machen DoIP zu einer interessanten  Alternative zur heutigen CAN-Vernetzung. Auch wenn in ersten Einsätzen nur das Gateway-Steuergerät im Fahrzeug per DoIP kommuniziert und die Steuergeräte fahrzeugintern per CAN-Kommunikation vernetzt sind, ist absehbar, dass die IP-Vernetzung auch bei der Vernetzung des E/E-Steuergeräteverbundes im Fahrzeug nicht haltmachen wird.

Der DSA PRODIS-Systembaukasten für Produktions- und Werkstattdiagnose unterstützt die DoIP-Kommunikation bereits heute. Bestimmte Anwendungen rund um DoIP werden im Laufe des Jahres 2013 noch um separate Funktionsmodule in unseren Autoren- und Laufzeitsystemen ergänzt.

Seit der PRODIS.RTS Version 3.4, die Ende letzten Jahres herausgegeben wurde, ist die statische Fahrzeugauswahl über DoIP realisiert, d.h. die Kommunikation mit dem Fahrzeug ist bereits über das Internetprotokoll möglich. Eine gemischte Kommunikation über DoIP und CAN bleibt aber hierbei immer noch möglich. Tester und Fahrzeug sind einander noch fest zugeordnet, so dass keine Fahrzeugauswahl erforderlich ist.

Im nächsten Schritt sollen Diagnosetester fähig sein, Fahrzeuge dynamisch auswählen können. Ein Tester muss die über DoIP erreichbaren Fahrzeuge erkennen und die Möglichkeit bieten, das zu diagnostizierende Fahrzeug bei Testbeginn auszuwählen. Die Kommunikation wird dann vollständig per DoIP-Protokoll umgesetzt.

Für die Verbindung von Tester und Fahrzeug stehen vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung:

  • kabelgebunden
  • fahrzeugeigener WLAN-Adapter
  • externer WLAN-Adapter
    (z.B. wird ein PRODIS.WDI als WLAN-Router am Fahrzeug adaptiert)
  • externes VCI, das über einen integrierten Protokolltreiber für DoIP verfügt
    (z.B. PRODIS.WDI in einer zukünftigen Variante). 

Im Aftersales bietet der Einsatz von DoIP umfangreiche Vorteile. Im Werkstatt-Netzwerk per LAN oder WLAN eingebundene Fahrzeuge können dann von unterschiedlichen Diagnosesystemen angesprochen werden.

Künftig ist durch den Einsatz von DoIP die automatisierte Ausführung dedizierter Diagnoseaufgaben durch zentrale Prüf- und Diagnoserechner in der Werkstatt denkbar.


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