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PRODIS.Server mit Oracle RAC
01. 07. 2010
Der PRODIS.Server wird in der Produktion eingesetzt, um Fahrzeug-, Ergebnis- und Parametrierdaten zentral zu verwalten, zu speichern und auszuwerten. Über die webbasierte grafische Benutzerschnittstelle PRODIS.Control kann auf diese Daten zugegriffen werden. Als Datenbanksystem werden PostgreSQL oder Oracle10 unterstützt. Üblicherweise besteht der PRODIS.Server aus einem gekoppelten Serverpaar, so dass alle gespeicherten Daten zwischen aktivem und passivem Server abgeglichen werden können. Der Software-Stand der Systeme ist identisch, so dass das passive System den aktiven Server ersetzen kann, falls er ausfällt.
Um die Verfügbarkeit des Gesamtsystems PRODIS.Server noch weiter zu erhöhen, ist für Systeme mit Oracle-Datenbank nun auch der Einsatz von Oracle RAC (Real Application Cluster) möglich. Diese Lösung erlaubt es, mehrere Datenbank-Instanzen in einem Cluster zu betreiben, die auf dieselbe Datenbank zugreifen. Fällt ein Knoten des Clusters aus, so übernehmen die anderen seine Funktionalität.
Zur Umsetzung werden zusätzlich zum PRODIS.Server A und B zwei externe Storage-Systeme für die Datenablage der Datenbank benötigt, auf die beide PRODIS.Server per iSCSI (IP-basiertes SCSI) Zugriff haben. Alle Komponenten und Verbindungen des Systems sind redundant ausgelegt. Jeder PRODIS.Server hat eine doppelte Funktion als Application-Server (PRODIS.Server-Prozesse und PRODIS.Control) und als Datenbank-Server (Oracle RAC). Beide haben eine unabhängige, automatische Lebenszeichen- und Prozessüberwachung: Der Application-Server mittels Heartbeat und automatischem Hotstandby; der Oracle Datenbank-Server über die Oracle Clusterware.
Mit der Realisierung und Integration eines Oracle Real Application Clusters in den PRODIS.Server, wird das Gesamtsystem PRODIS.Server optimal vor einem Ausfall gesichert. Im Fehlerfall stehen alle Dienste und Funktionen bereit, ohne dass ein manueller Eingriff erforderlich ist.

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