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DoIP


27. 04. 2010



Getrieben durch die immer komplexeren elektronischen Systeme im Fahrzeug und das stetig steigende Softwarevolumen, das im Falle von Aktualisierungen in die Steuergeräte geladen werden muss (Flash-Programmierung), wachsen die Bandbreitenanforderungen an den Zugang zum Fahrzeug über den OBD-Stecker. Heutige CAN-Bus-Lösungen erlauben eine Datenbandbreite von bis zu 500Kbit/s, was mittlerweile nicht mehr ausreicht.

Zur Deckung der neuen Anforderungen wird Internet-Technologie auch in das Fahrzeug Einzug halten. Zukünftig wird über vier Pins des OBD-Steckers auch ein Ethernet-Bus aufgeschaltet, über den mit einer Bandbreite von bis zu 100Mbit/s kommuniziert werden kann. Auf Protokollebene wird mit dem dahinterliegenden Steuergerät je nach Anwendung über einen TCP/IP- oder einen UDP/IP-Protokollstack kommuniziert. Innerhalb der ISO wird dieses neue Transportprotokoll, über das zur Anwendung hin UDS Services (vgl. ISO 14229-1) betrieben werden, als Standard 13400, DoIP (Diagnostics over Internet Protocol), definiert.

Da auch die internationale Gesetzgebung diesen Zugang zum Fahrzeug vorschreibt, ist mit einer raschen Verbreitung zu rechnen.

Das DoIP-Protokoll hat auch Auswirkungen auf die bereits standardisierten Diagnoseschnittstellen D-PDU API (ISO 22900-2) und MCD-3D API (ISO 22900-3). Zur abgestimmten und kohärenten Umsetzung dieser Auswirkungen hat DSA ein gemeinsames Meeting der verschiedenen Experten initiiert, das im Mai 2010 stattfinden wird.