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Firmware-Update over-the-air

Sollen Steuergeräte (ECUs) geflasht werden, ist es heute in der Regel noch zwingend nötig, dass sich das Fahrzeug in der Werkstatt befindet. Der Fahrzeugzustand und sein aktueller Status werden aus dem Fahrzeug ausgelesen und dann mit einer Softwarekonfigurationsmatrix verglichen, die vom After-Sales-Portal an alle Tester im Feld verteilt wurde. Mit deren Hilfe lässt sich feststellen, was alles aktualisiert werden muss. Neue Firmware wird in die Steuergeräte geschrieben und alle notwendigen vor- und nachbereitenden Schritte durchgeführt.

Mit einer Connected-Vehicle-Lösung können im Gegensatz dazu Updates jederzeit ausgeführt werden. Der Fahrzeugzustand wird ständig an den Connected Vehicle Server übertragen, der die aktuelle Konfiguration des Fahrzeugs sowie Leistungskennzahlen und Fehlercodes enthält. Der Server vergleicht den aktuellen Zustand des Fahrzeugs mit der Konfigurationsmatrix. Mit diesem Ergebnis werden die Update-Befehle und Delta-Pakete für die Flash-Programmierung erstellt. Sie werden dann über drahtlose Netzwerke auf das Fahrzeug übertragen. Basierend auf den Deltas werden die Flash-Dateien wiederhergestellt und alle Änderungen auf das Fahrzeug angewendet. Die Infotainment-Einheit oder das Vehicle Connectivity Gateway dienen als Diagnose-Tester, der die Flash-Programmierung und Konfiguration aller ECUs ausführt.

Mit Firmware-Updates Over-the- Air (FOTA) werden Kampagnen mit teuren Rückrufen überflüssig und Probleme können proaktiv im Feld korrigiert werden. Mehr Fahrzeuge können mit sicherheitskritischen Updates versorgt werden, da die Kunden ihr Auto nicht mehr extra in die Werkstatt bringen müssen.

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Dr. Boris Böhlen
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